- Type of Hakhshara
- regular Hakhshara
- Opened
- 1934/1935
- Closed
- July 31, 1941
- Abstract
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Das Gut mit rund 125 Hektar Ackerland und Wald befand sich im Besitz der ortsansässigen Frau Käsebach, die dieses 1934 an den jüdischen Jugendbund Habonim verpachtete. Das der Hachschara-Stätte zur Verfügung stehenden Land wurde für Landwirtschaft und Gartenbau genutzt, zudem gab es Kühe, Ziegen und Pferde auf dem Gut. Die Zahl der Auszubildenden stieg von 20 im Jahre 1935 auf 85 im Jahre 1938, die für mehrere Monate auf dem Gut ausgebildet wurden. Die Jugendlichen ab 14 Jahren, die für die Berufsausbildung noch zu jung waren, wurden neben der Landwirtschaft zudem täglich in Naturwissenschaften, Hebräisch und jüdischer Geschichte unterrichtet. Als Leiter des Gutes hatte Dr. Alfred Cohn bis zum Sommer 1939 die Wirtschaftsführung sowie die Anleitung der Jugendlichen bei der Arbeit inne. Als Madrichim arbeiteten u.a. Jenny Aloni (geb. Rosenbaum), sowie Mirjam und Micha Michaelis auf dem Gut.
Am 31. Juli 1941 wurde die Hachschara-Stätte Schniebinchen geschlossen. Die noch verbliebenen Jugendlichen und Angestellten mussten entweder im Gutsbetrieb oder im Bahnbau Teupitz Zwangsarbeit leisten oder wurden in das ehemalige Landwerk Neuendorf, nun Zwangsarbeitslager, zwangsverlegt. - Related Organizations
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Habonim Noar Chaluzi (Deutschland) (sponsor)
- Related Persons
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Cohn, Alfred (director)Kuttner, Ludwig (director)Rosenbaum, Jenny (Madrich:a)
- Literature
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Wolf Gruner: Die Arbeitslager für den Zwangseinsatz deutscher und nichtdeutscher Juden im Dritten Reich, 2. Kapitel. Zu den Lagern der Reichsvereinigung (ab 1941 Arbeitslager) im deutschen Reich, in: Gedenkstättenrundbrief 79 (1997). pp. 3–17. online: <https://www.gedenkstaettenforum.de/uploads/media/GedenkstaettenRundbrief-79-03-17.pdf>
Andreas Paetz; Karin Weiss: Auf Hachschara in Brandenburg. Stätten jüdischer Berufsausbildung in der früheren Provinz Brandenburg, in: Andreas Paetz; Karin Weiss (eds.), „Hachschara“. Die Vorbereitung junger Juden auf die Auswanderung nach Palästina. Potsdam: VBB, Verlag für Berlin-Brandenburg 1999. pp. 47–88.
Claudia Schoppmann: „Glückliche Inseln“? „Auf Hachschara“ in Schniebinchen und Jessen in der Niederlausitz, in: Rainer Ernst; Kreismuseum Finsterwalde; Verein der Freunde und Förderer des Kreismuseums Finsterwalde e.V. (eds.), „Gestern sind wir gut hier angekommen.“, Beiträge zur jüdischen Geschichte in der Niederlausitz, Der Speicher - Jahresschrift des Kreismuseums Finsterwalde und des Vereins der Freunde und Förderer des Kreismuseums Finsterwalde e.V. Zittau und Görlitz: Gunter Oettel 2005. pp. 152–168.
Recommended Citation
Wiebke Zeil, Schniebinchen b. Sommerfeld, in: Hakhshara as a Place of Remembrance. <https://hachschara.juedische-geschichte-online.net/en/site/57> [July 07, 2026].