- Type of Hakhshara
- regular Hakhshara
- Opened
- circa August 1940
- Closed
- December 1941
- Abstract
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Das sogenannte Umschulungslager Eichow wurde am 31. Juli 1940 von der Reichsvereinigung der Juden in Deutschland, die seit September 1939 unter Kontrolle des Reichssicherheitshauptamtes und der Gestapo stand, zunächst für die Dauer von einem Jahr eingerichtet. Eichow stand jedoch in enger Verbindung zum Palästinaamt, weshalb die Grundzüge der Hachschara weiterhin richtunggebend waren. Während die Unterbringung der Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Feldmühle Krieschow erfolgte, fand der Arbeitseinsatz auf dem Rittergut Eichow statt, das über Generationen im Besitz der Familie von Zabeltitz war. Die Leitung der Jugendlichen hatte als Madrich Hartwig „Hatti“ Langenbach inne. Die Arbeit hingegen wurde von „Verwaltern“ überwacht, die zum Teil SS-Uniform trugen. Über die Zeit verschlechterten sich die Arbeits- und Lebensbedingungen der jungen Menschen; in Zeitzeugenberichten ist zunehmend von einem Arbeitslager die Rede.
Nach der Schließung von Eichow Ende Dezember 1941 kamen die meisten Jugendlichen in das Lager „Grüner Weg“ in Paderborn. Viele von ihnen wurden im Frühjahr 1943 nach Auschwitz deportiert.
Das Rittergut Eichow wurde 1945 abgerissen und der Besitzer von Zabeltitz 1946 enteignet. - Related Organizations
- Related Persons
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Grunow, Harry und Charlotte (director)
- Literature
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Hubertus Fischer: „Umschulungslager“ Eichow. Jüdische Jugend zwischen Auswanderungsvorbereitung und Deportation. Mit einem lokalgeschichtlichen Rückblick, in: Jahrbuch für Brandenburgische Landesgeschichte 69 (2018). Berlin. pp. 165–194.
Klaus Scheurenberg: Ich will leben. Ein autobiographischer Bericht. Berlin: Oberbaumverlag 1982.
Peter Wolff: Ein Überleben. Ein deutscher Jude im 20. Jahrhundert, Libri vitae. Saarbrücken: Conte-Verlag 2008.
Recommended Citation
Wiebke Zeil, Eichow, in: Hakhshara as a Place of Remembrance. <https://hachschara.juedische-geschichte-online.net/en/site/23> [July 28, 2026].