Betzenrod

Type of Hakhshara
regular Hakhshara
Founded
1923
Opened
1924
Closed
1926
Abstract
Ende 1923 wurde Betzenrod als erste und zu dieser Zeit einzige religiös-zionistische Hachschara in Deutschland gegründet. Bereits im Januar 1924 lebten die ersten Jugendlichen vor Ort.
Das Ziel war, die gleichermaßen landwirtschaftliche wie religiöse Ausbildung der Chaluzim/Chaluzot in Vorbereitung für den Aufbau Palästinas. Zu den Initiatoren des Lehrguts zählten Ernst Simon, Edwin Feist und Benno Kohn. Die landwirtschaftliche Leitung übernahm Mosche Unna.
Der Hof war klein und verfügte über 15 Hektar für Feld- und Viehwirtschaft (Kühe, Pferde, Schafe, Gänse und Hühner).
Zu Beginn stand Betzenrod außerhalb der regulären zionistischen Organisationen. Somit war das Lehrgut parteilich ungebunden, fiel jedoch aus der finanziellen Unterstützung durch die Jugendorganisationen. Vor allem das erste Jahr war geprägt von finanziellen Engpässen. Ab Januar 1925 unterstützte die religiös-zionistische Partei Misrachi Betzenrod offiziell, wodurch sich die finanzielle Lage des Lehrguts entspannte.
Da die Bewerbungen für die Hachschara in Betzenrod zunahmen und der Hof zu klein war, wurde ein Pachtvertrag für einen Hof im nahegelegenen Rodges abgeschlossen, wohin das Lehrgut Ende 1926 / Anfang 1927 umzog.
Related Persons
Unna, Mosche (director)
Literature
Marco Kissling: Die Anfänge der religiösen Hachschara in Deutschland, in: Ulrike Pilarczyk; Arne Homann; Ofer Ashkenazi (eds.), Hachschara und Jugend-Alija. Wege jüdischer Jugend nach Palästina 1918–1941, Steinhorster Beiträge zur Geschichte von Schule, Kindheit und Jugend. Gifhorn: Gemeinnützige Bildungs- und Kultur GmbH des Landkreises Gifhorn 2020. pp. 55–81.

Moshe Unna: Die Anfänge der religiösen Kibbuzbewegung in Deutschland, in: Bulletin des Leo Baeck Instituts 30 (78) (1987). pp. 71–122.

Recommended Citation

Wiebke Zeil, Betzenrod, in: Hakhshara as a Place of Remembrance. <https://hachschara.juedische-geschichte-online.net/en/site/16> [July 07, 2026].

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